Stadt und Land trennen in der Schweiz oft nur 15 Minuten S-Bahn. Viele kennen darum beides: die Stadt und das Land. Wie konnte der politische Graben dazwischen trotzdem so tief werden?
Geht man in der Schweiz zwei Generationen zurück, waren die meisten unserer Vorfahren Bauern auf der Alp. Oder Metzger im Dorf. Beizer, Spengler, Förster. Die Lebensrealitäten vieler Schweizerinnen und Schweizer waren ähnlich: Man hatte vergleichbare Referenzpunkte, gleiche Vereine, auf den Restauranttischen stand die Menage. Der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und auf dem Land war nicht so gross.
Das ist heute anders. Der Stadt-Land-Graben ist so tief wie selten zuvor. Und er wird zuletzt auch gerne bewirtschaftet.
Wie konnte das passieren? Gab es einen Kippmoment in der Geschichte des schweizerischen Zusammenhalts? Und was bedeutet der heutige politische Graben für unsere Gesellschaft?
Das bespricht Host Philipp Loser mit dem (leider) ehemaligen Meinungschef Fabian Renz, der auf dem Land im Kanton Graubünden aufgewachsen und dann in die grosse Stadt Zürich gezogen ist. Es ist (leider!) auch die letzte «Politbüro»-Folge mit Fabian Renz, der sich entschieden hat, Tamedia zu verlassen.
Produzent: Noah Fend