Die Schweiz rechnet mit 1,8 Milliarden Franken mehr Steuereinnahmen und muss viel weniger sparen als geplant. Wer profitiert nun davon? Und wer nicht?
Finanzministerin zu sein – so hat man das Gefühl – bedeutet vor allem eines: sparen. Karin Keller-Sutter hat gewarnt, Entlastungspakete geschnürt, Ausgaben gebremst, konservativ budgetiert, die Schuldenbremse eingehalten.
Doch jetzt ist plötzlich alles anders. Am Mittwoch präsentierte Karin Keller-Sutter ein so ausgeglichenes Budget, dass sie sogar auf bereits geplante Sparmassnahmen verzichten kann. Hohe Gewinne von Pharmafirmen spülen zusätzliche 1,8 Milliarden Franken in die Bundeskasse. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bilanz plötzlich viel besser ausfällt als das konservativ gerechnete Budget.
Warum passiert das immer wieder? Wer profitiert jetzt davon? Warum braucht die Armee trotz des unerwarteten Geldsegens noch mehr Geld? Und warum gab der Bundesrat am gleichen Mittwoch massive Kürzungen in der Entwicklungshilfe bekannt?
Das erklärt Bundeshauschefin Larissa Rhyn in einer neuen Folge des Politikpodcasts «Politbüro». Sie ordnet den unerwarteten Geldsegen ein und sagt, welche Auswirkungen er auf anstehende Projekte wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer hat.
Produzent: Noah Fend
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